Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V.

Austausch mit Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut

Spitzentreffen im Neuen Schloss: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut berichtet von ihren Eindrücken aus China, VSL-Präsident Dr. Micha Lege und Geschäftsführer Andrea Marongiu über aktuelle Herausforderungen in der Logistikbranche.

Mit einem furiosen Finale durch Sänger Lionel Richie sind die 31. Jazz Open in Stuttgart zu Ende gegangen. Die Musik vor dem Neuen Schloss ist kaum verklungen, da betritt der VSL die Bühne beziehungsweise das Neue Schloss. Der Prachtbau beherbergt das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, dessen Chefin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) VSL-Präsident Dr. Micha Lege und VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu zu einem „verkehrspolitischen Gespräch“ eingeladen hatte. Beide Seiten tauschten sich offen und vertrauensvoll über aktuelle Themen und wirtschaftspolitische sowie branchenspezifische Herausforderungen aus.

Die Ministerin berichtete unter anderem von ihren Eindrücken auf einer soeben beendeten Wirtschaftsreise nach China. Mit einer rund 60-köpfigen Wirtschaftsdelegation besuchte die CDU-Politikerin Unternehmen und Organisationen in Peking, Guangzhou und Shenzhen, um sich ein Bild vor allem in den Bereichen vernetzte Transportlösungen und Robotik zu machen. Dabei zeigte sie sich beeindruckt von dem Tempo, mit dem das Thema Robotics im Reich der Mitte an Fahrt gewinnt. „Für Baden-Württemberg als führender deutscher Technologiestandort ist es von immenser Bedeutung, die Innovationskraft im Land weiter zu stärken sowie Wachstum und Wettbewerb auf internationaler Ebene voranzutreiben. Deshalb schauen wir auf der Reise gezielt in Bereiche hinein, in denen China aktuell als Vorreiter gilt“, erklärte Hoffmeister-Kraut im Vorfeld.

VSL-Präsident Dr. Lege skizzierte die aktuelle Situation der Transport- und Logistikbranche in Baden-Württemberg. Die Unternehmen litten unter einer hohen Kostenbelastung und ausgeprägter Bürokratie, sagte er mit Blick auf CSRD-Berichtspflichten sowie Vorgaben rund um die Themen Lieferkette, Energie- und Gebäudeeffizienz, aber auch mit Blick auf Baurecht, Brandschutz oder den Datenschutz. „Gerade Brüssel steht mittlerweile mit ellenlangen Verordnungen zu Klimaschutz, Datenschutz und Lieferketten für eine industriefeindliche Regulierungspolitik“, kritisierte er. Der Green Deal sei dem Grunde nach richtig. Die damit verbundenen Regelungen bedeuteten für die Wirtschaft in Wahrheit aber eine Kostenbelastung und noch mehr Bürokratie. Was die Antriebswende angeht, mahnte er zu Technologieoffenheit. Handlungsbedarf sieht der VSL-Präsident auch beim Thema Logistikflächen und der Infrastrukturfinanzierung. „Die Infrastruktur verlottert und wird immer mehr zu einer Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, gab er zu bedenken.


Bild: Austausch im Neuen Schloss: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit VSL-Präsident Dr. Micha Lege (links) und VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu.

Foto: VSL

Bild: Ministerin Hoffmeister-Kraut berichtet den VSL-Vertretern von ihrer spannenden China-Reise. Nach Solartechnik und Automotive, konzentriert sich das Land nun auf den massiven Ausbau im Bereich Robotik.

Foto: stock-adobe.com/Maksym Yemelyanov

 

 





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