Baustellen bremsen den Schienengüterverkehr weiterhin aus und machen ihn unplanbar und unpünktlich. Unter der schlechten Qualität leiden die Spediteure, die den Kombinierten Verkehr (KV) nutzen, und ihre Kunden. Wichtig für die Nutzer des KV ist es, über Verspätungen und Zugausfälle rechtzeitig im Bilde zu sein. Andernfalls sind ihre Trucks auf dem Weg ins Terminal, ohne dass der erwartete Zug eintrifft. Auch darüber berichteten Teilnehmer des DSLV-Fachausschusses Schienengüterverkehr/Kombinierter Verkehr, der vorige Woche beim VSL tagte. Yvonne Bounin, Head of Sales and Communication bei DB InfraGO, gab ein aktuelles Lagebild zu den aktuellen sowie den geplanten größeren Baustellen und Netzeingriffen. Dabei bestätigten die Teilnehmer, dass sich die Kommunikation des Netzbetreibers InfraGO verbessert hat. Die Praxis kam nicht zu kurz: Am Mittag bot unser Mitgliedsunternehmen DP World einen Blick hinter die Kulissen seines Terminals am Stuttgarter Hafen an.
Niels Beuck, stellvertretender Hauptgeschäftsführer unseres Bundesverbands DSLV und Leiter des Fachausschusses, berichtete über Entwicklungen auf Bundesebene – so auch von den militärischen Anforderungen ans Schienennetz durch die Bundeswehr und ihre Partner. VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu skizzierte die Situation in Baden-Württemberg und bedauerte, dass aus dem Güterverkehrskonzept des Landes bislang zu wenige Maßnahmen im Bereich der Schiene umgesetzt wurden. Eine positive Entwicklung stellten die Vertreter unseres Fördermitglieds Cargobeamer da. Sie starteten vor wenigen Tagen einen neuen Zug von Kornwestheim nach Mailand. Er ersetzt ein Zugangebot, das nur bis Domodossola fuhr. So gibt es nun viermal pro Woche eine zuverlässige Relation vom Ländle in die Lombardei.

