Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V.

Gelungene Workshops zu digitalen Mitarbeitern in der Spedition

Zwei Workshops innerhalb von drei Wochen: Der VSL hat mehr als 30 Speditionsvertreter aus unserem Mitgliederkreis mit konkreten KI-Anwendungen in der Praxis vertraut gemacht.

Digitale Mitarbeiter werden nie krank und nehmen keinen Urlaub. Kolibrain-Geschäftsführer Lyth Al-Khazrage stellte VSL-Mitgliedsunternehmen in zwei Workshops konkrete Einsatzmöglichkeiten und Vorteile der KI vor. Foto: VSL

Digitale Mitarbeiter für die Möbelspedition? VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu führt ins Thema ein. Er sieht erhebliche Chancen durch die KI – etwa um Mitarbeiter zu entlasten und Prozesse zu verbessern. Foto: VSL

KI ist mehr als ChatGPT. Ein Large Language Model (LLM) bringt auch Speditionen handfeste Mehrwerte, löst aber ihre Probleme in der Auftragserfassung oder Tourenplanung nur bedingt. Hier setzt unser KI-Experte Lyth Al-Khazrage an, Geschäftsführer von Kolibrain aus Reutlingen. Er hat mit seinem Team digitale Mitarbeiter erschaffen, die definierte Prozesse in Speditionen übernehmen, damit die „echten“ Mitarbeiter entlasten und gleichzeitig die Fehlerhäufigkeit senken. Ein KI-Mitarbeiter namens Sepp, der bereits bei einer Spedition im Einsatz ist, legt zum Beispiel selbstständig Kunden an, erstellt Angebote, nimmt Transportaufträge entgegen und pflegt sie ins TMS ein.

Bei den anwesenden Workshop-Teilnehmern stieß die Vorstellung auf echtes Interesse, wie VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu bestätigt. Denn noch immer sind Excel-Listen weit verbreitet – und noch immer gibt es viel Papier. Im ersten Workshop im Mai ging unser Referent auf die Belange von Möbelspeditionen ein. In der Folge-Veranstaltung setzte er sich mit den Anforderungen im Sammelgut sowie bei Teil- und Komplettladungen auseinander. Lyth Al-Khazrage sieht den digitalen Mitarbeiter als eine Art Assistent des Unternehmens an, der – je mehr er lernt – auch immer mehr Software-Anwendungen überflüssig macht. Der KI-Experte ist kein Freund von Tools, denn sie machen die IT-Landschaft nur komplexer und teurer. Weg von „Tool first“, hin zu „KI first“, lautet die Maxime unseres Referenten. Wer Tools verkaufen möchte („jetzt auch mit KI“), dem gibt er die Empfehlung: Laufen Sie davon!

 

 





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