Die Geschäfte der Transportplattform Timocom laufen digital ab. Seit seiner Gründung 1997 setzt das Technologieunternehmen auf webbasierte Prozesse. Über die Plattform, die in 46 europäischen Ländern aktiv ist, laufen jährlich mehr als 174 Millionen Fracht- und Laderaumangebote. Die Verantwortlichen im Unternehmen schätzen aber nicht nur das digitale, sondern auch das persönliche Netzwerk. „Logistik ist ein klassisches People Business, wo vieles auf Vertrauen und persönlichen Kontakten aufbaut“, sagt Gunnar Gburek, Company Spokesman and Head of Business Affairs bei dem Unternehmen. Der VSL biete entsprechende Plattformen und Möglichkeiten zum Austausch, etwa die Jahresmitgliederversammlung, bei der er auch schon mehrere Male dabei war. Diese Kontakte gelte es weiter zu pflegen und auszubauen, daher hat sich Timocom dem VSL als Fördermitglied angeschlossen.
In dieser Funktion wirkte Gunnar Gburek erst vor wenigen Wochen bei einem Event zum Thema Phantomfrachtführer in Stuttgart mit. Er erläuterte, wie Timocom Betrugsversuchen entgegenwirkt und Nutzern Tools an die Hand gibt, die solche Versuche entlarven und Sicherheit bei der Transportvergabe gewährleisten. Ein Problem liegt für den Timocom-Repräsentanten in der Schnelligkeit. „Rund 82 Prozent der Kunden vergeben ihre Frachtaufträge innerhalb von 15 Minuten“, berichtete er. Es sei illusorisch, einen neuen Frachtführer innerhalb dieser kurzen Zeitspanne auf Herz und Nieren zu prüfen. Timocom selbst unterzieht jeden Anbieter auf der Plattform einem gründlichen Screening. Das Spektrum reicht von Ausweisdokumenten über Bonitätsabfragen bis hin zu Handelsregisterauszügen beziehungsweise Gewerbeanmeldung. Wer Timocom nutzt, muss sich per Zwei-Faktor-Authentifizierung anmelden. Wer sich auf der Frachtenbörse weiter absichern möchte, nutzt die geschützte Kommunikation per Timocom Messenger (Betrüger weichen gerne auf Kommunikation per Mail aus), kann die Sendung live tracken (sieht also, wenn sie woanders hin geroutet wird als vereinbart) oder geht gleich in eine geschlossene Benutzergruppe, bei der die Beteiligten miteinander bekannt sind.
