Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V.

Nachhaltigkeit bleibt Top-Thema

Auch wenn der Kostendruck derzeit vieles überlagert – die Nachhaltigkeit bleibt für Logistikunternehmen klar im Fokus. Das zeigte der 3. Logistik-Talk im Friederike-Wackler-Museum in Göppingen.

3. Logistik-Talk im Friederike-Wackler-Museum: Moderatorin Iris Kümmerle mit Wackler-Bereichsleiter Maximilian Schwarz, Cargoline-Geschäftsführer Jörn Peter Struck, Adolf Würth- Logistikmanager Patrick Charrier und VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu. Foto: Wackler

„Nachhaltigkeit bleibt neben Personal und Digitalisierung eines der Top-Themen“, bekräftigte Maximilian Schwarz, Bereichsleiter für Vertrieb und Business Development bei der Wackler Spedition aus Göppingen. Die Verladerschaft fordere weitere CO2-Reduktionen von ihren Logistikdienstleistern ein. Das Engagement in Richtung E-Mobilität und alternative Kraftstoffe müsse aber auch wirtschaftlich sein. „Wir forcieren das Thema Nachhaltigkeit nach wie vor“, bekräftigte Jörn Peter Struck, Geschäftsführer der Kooperation Cargoline, der auch Wackler angehört. Er begrüßte es, dass die Politik den Unternehmen durch die Omnibus-Gesetzgebung den administrativen Druck, etwa im Berichtswesen, etwas genommen habe. Die Verlader sind ebenso bemüht, die Transport- und Logistikunternehmen bei der Transformation zu unterstützen, wie das Beispiel von Adolf Würth aus Künzelsau zeigt. „Wir sehen, dass bei Spediteuren die Bereitschaft wächst, hier zu investieren“, sagte Group Logistics Manager Patrick Charrier. „Unsere Aufgabe ist es, eine entsprechende Ladeinfrastruktur zur Verfügung zu stellen, damit die Elektro-Lkw bei uns laden können.“

VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu sagte, dass die Branche in Sachen Nachhaltigkeit schon weiter sein könnte. „Wir hätten schon andere Treibstoffe einsetzen können, wenn die Politik uns gelassen hätte.“ Mit Blick auf die Elektromobilität seien viele aus der Branche schon mutig vorangeschritten. Marongiu sprach auch den Kostendruck an, der den Unternehmen zu schaffen mache. Die Verladerschaft sieht es auch daran, dass die Kapazitäten am Markt zurückgehen. „Am meisten bewegt uns aktuell die Ressourcenknappheit, konkret die Knappheit am Transportmarkt“, sagte Adolf Würth-Logistiker Charrier. „Wir treffen immer mehr auf Kapazitätsengpässe und müssen trotzdem versuchen, unser Brot- und Buttergeschäft, die Kundenbelieferung, sicher zu stellen.“

Wer den Talk verpasst hat, kann sich das Ganze auf dem Videoportal YouTube anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=LJcBWv5n104





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