Verband der Spedition und Logistik

Pressegespräch bei der Demo

„Ohne uns kein Essen“ steht in grünen Lettern über einem Sonnenblumenfeld auf dem Container von Bay Logistik. Es ist das Motto, unter dem sich Landwirte und Logistiker am Montag in Berlin zur Großdemo zusammengefunden hatten. Der auffällige Sattelzug war nahe dem Brandenburger Tor platziert und der einzige, der grünes Licht bekommen hatte, zur Demomeile vorzufahren. Sonst waren neben Traktoren im Wesentlichen nur Sattelzugmaschinen zugelassen. Grund genug für den VSL, die ansprechende Kulisse für ein kurzfristig einberufenes Pressegespräch zu nutzen.

Für ihn sei es die erste Demo seines Lebens, erklärte VSL-Präsident Dr. Micha Lege. „Es ist der Punkt erreicht, an dem wir sagen: Die Wirtschaft hat lange genug zugesehen“, sagte er und führte die Vielzahl an Belastungen auf, unter denen die Branche zu leiden habe. „Wir setzen gemeinsam ein Zeichen, dass es so nicht weitergehen kann“, erklärte er und kritisierte eine Missachtung der Branche durch die Politik.

„Wir sind froh, dass so viele Unternehmen sich auf den Weg nach Berlin gemacht haben“, betonte VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu. „Wir brauchen in den nächsten Wochen nicht darüber zu diskutieren, was gewesen wäre, wenn wir mitgemacht hätten. Wir machen mit – und tun das mit Überzeugung.“ Auch die anderen anwesenden Unternehmer aus dem Kreis des VSL zeigten sich von der Mission überzeugt. Sie hatten jeweils zwischen einem bis vier Lkw vor Ort, die allesamt durch bunte Transparente mit griffigen Botschaften an die Ampelregierung geschmückt waren. Vorstandsmitglied Thomas Schwarz, Geschäftsführer von Schwarz Logistik, sprach sich für mehr Planbar- und Berechenbarkeit aus. Michael Schaaf, Geschäftsführer von Bay Logistik und quasi Gastgeber der VSL-Presseveranstaltung, kritisierte, er fühle sich nicht mehr von der Politik mitgenommen.

Die Mauterhöhung zum Dezember sei alles andere als ein Selbstläufer – betonten die versammelten Unternehmer unisono. Mario Wolter, Geschäftsführer bei Seifert Logistics, wies auf die langen Zahlungsziele der Kunden hin – wohingegen die Maut alle zwei Wochen zu begleichen ist. Und auch die Weitergabe an Kunden läuft alles andere als problemlos, wie auch der ebenfalls anwesende DSLV-Präsident Axel Plaß betonte. „Sie haben mit der teuren Energie und dem anhaltenden Fachkräftemangel schon genug eigene Schwierigkeiten“, betonte er.

„Es geht darum, ein Zeichen zu setzen, dass keine weiteren Belastungen mehr kommen“, brachte es VSL-Vizepräsident Timo Conrad auf den Punkt. „Denn je leiser man ist, desto mehr bekommt man aufgeladen.“ Von der Fachpresse zu Besuch waren Ilona Jüngst (trans aktuell), Susanne Landwehr (DVZ) sowie Fabian Faehrmann (Verkehrsrundschau). Sie haben auf unterschiedlichen Online-Kanälen bereits über die VSL-Presserunde berichtet.

 

Foto: VSL





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