Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V.

Starke Botschaften am Schloss Rosenstein

Als hätte es Petrus mit den Veranstaltern abgestimmt: Der Starkregen setzte beim politischen Sommerfest der Dienstleistungsverbände Baden-Württemberg HBW, Dehoga, grosshandel-bw und VSL am Schloss Rosenstein erst nach den Reden ein.

Gute Stimmung vor prächtiger Kulisse (von links): VSL-Präsident Dr. Micha Lage, HBW-Päsident Hermann Hutter, Verkehrsministerin Nicole Razavi und HBW-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann. Foto: HBW

Wasser von oben und unten: Die Besucherinnen und Besucher des politischen Sommerfests mussten ein paar Wetterkapriolen hinnehmen, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Foto: HBW

Der offizielle Teil des Programms mit den Reden von VSL-Präsident Dr. Micha Lege und Verkehrsministerin Nicole Razavi konnte noch im Innenhof der prächtigen Schlossanlage stattfinden. Der folgende Austausch sowie Speis und Trank wurden wegen eines Schauers kurzerhand ins Innere verlegt. Pünktlich zum Nachtisch hellte sich der Himmel wieder auf und das Networking ging im Freien weiter. In seiner Ansprache im Namen der ausrichtenden Verbände hob Dr. Lege die Bedeutung der Dienstleistungsunternehmen für die Wirtschaft hervor und zählte exemplarisch einige Herausforderungen auf, mit denen die Unternehmen im dritten Krisenjahr in Folge konfrontiert sind. Dazu zählen für ihn die hohen Arbeits- und Sozialkosten, die ausufernde Bürokratie und der schlechte Zustand der Verkehrsinfrastruktur. Der VSL-Präsident warnte auch vor einer möglichen Abschaffung von Minijobs, da nicht nur die Logistik auf Flexibilität angewiesen sei, um Spitzen abzudecken und kurzfristige Personalausfälle zu kompensieren. Er warnte zugleich davor, alles schlechtzureden: „Baden-Württemberg gehört immer noch zu den innovativsten Standorten der Welt.“ Und auch die Dienstleister stünden bereit, um sich einzubringen, damit das Land die Krise überwindet.

Verkehrsministerin Nicole Razavi stellte nicht in Abrede, dass die wirtschaftliche Lage schwierig ist. „Viele Menschen machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz“, sagte sie. „Das Geschäftsmodell Deutschland und Baden-Württemberg sind mitten in einer Bewährungsprobe.“ Sie mahnte höhere gemeinsame Anstrengungen an, um die Wirtschaft in Fahrt zu bringen. „Wir müssen die Behäbigkeit und den Schwergang überwinden“, forderte die Politikerin. Wichtige Impulse für die Wirtschaft verspricht sie sich vom Effizienzgesetz der neuen Landesregierung, dass auf ein Auslaufen von Berichts-, Dokumentations- und Nachweispflichten abzielt. Eine der zentralen Aufgaben für ihr Ressort sei die Sanierung und Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur im Land – auch vor dem Hintergrund, dass jede zehnte von 7.300 Brücken dringend sanierungsbedürftig sei. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur hat für sie auch etwas mit der Wahrnehmung eines Landes zu tun: „Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist für viele das Synonym für einen funktionierenden Staat.“

 





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