Unternehmen müssen genau festlegen, wo die Künstliche Intelligenz (KI/AI) zum Einsatz kommen und was besser werden soll. Lässt sich der mögliche Erfolg nicht messen – etwa durch eine Zeitersparnis, weniger Fehler, niedrigere Kosten oder kürzere Durchlaufzeiten –, ist sie kein Business Case. So lautet die Überzeugung von KI-Experte Lyth Al-Khazrage, Geschäftsführer des Unternehmens Kolibrain aus Reutlingen. Die Firmenspitze muss die Belegschaft mitnehmen und ihr verdeutlichen, was morgen wegfällt oder einfacher wird. „Mitarbeiter arbeiten gerne mit KI. Aber nur, wenn sie ihnen Arbeit abnimmt“, erklärte der KI-Profi bei unserem traditionellen AJU-Wochenende Ende Januar am Ammersee. Al-Khazrage rät Betrieben zudem, dringend eine KI-Strategie zu verabschieden. „Wenige Prozesse aufsetzen, die wirklich skalieren und keinen Pilot-Friedhof aufbauen“, so seine Empfehlung.
VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu zieht eine positive Bilanz des intensiven KI-Workshops. „Er hat vielen die Augen geöffnet, was auch durch Aussagen wie ‚Jetzt habe ich KI verstanden‘ bestätigt wurde“, sagt er. Eine zentrale Erkenntnis für ihn selbst war die Botschaft „Weg von Tool first, hin zu KI first“. Versprechen Software-Anbieter, ihre Lösung mache auch KI, solle man das Weite suchen, sagte unser Referent mit einem Augenzwinkern. Am nächsten Tag stand die Effizienz im Fuhrpark im Vordergrund: Dr. Maik Schürmeyer, Geschäftsführer des Unternehmens Mansio aus Aachen, und sein Vertriebschef Philipp von Campenhausen erläuterten die Potenziale von Lkw-Begegnungsverkehren, die sich effizient über die Plattform von Mansio steuern lassen. Ein Spaziergang zum Kloster Andechs und eine Einkehr im Klostergasthof bildeten den Abschluss der Veranstaltung. Wir danken allen Referenten, Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie der SVG Süd als Mitveranstalter – namentlich Uwe Nestel und Thomas Strasser – für ihr engagiertes Mitwirken an unserem AJU-Wochenende.

