Transco-Inhaber Christian Bücheler und Mike Bührer, Head of Branch, bei dem 700 Mitarbeiter großen Unternehmen gaben den knapp 20 Praktikern Einblicke in die Lebensmittel- und Automotive-Logistik und präsentierten ihnen am Standort Gottmadingen den vollautomatischen Autostore. Mithilfe des für Kleinteile bis zu 30 Kilogramm geeigneten Roboter-Lagers wickelt Transco die komplette Logistik für Online-Shops aus der Textil- und Kosmetikbranche ab und erledigt alle anfallenden Verzollungen. „Vor drei Jahren haben wir mit 25.000 Behältern angefangen, jetzt sind es 40.000“, erläuterte Firmenchef Bücheler. In der Spitze versende man bis zu 5.000 Pakete am Tag.
Da die Besucher sich alle im Schienengüterverkehr engagieren, hatte unser Mitgliedsunternehmen Transco auch einen kurzen Abstecher zum nahe gelegenen Hupac-Terminal Singen organisiert. Der auf 80.000 Ladeeinheiten im Jahr ausgelegte Güterbahnhof fertigt ein bis sechs Züge täglich ab, das Gros davon im alpenquerenden Verkehr unter anderem nach Brescia oder Busto Arsizio in Italien, wie Betriebsleiter Rolf Dehner bei einer Busfahrt über das Terminal erläuterte. Einige Auflieger kommen bereits per Elektro-Lkw an der Drehscheibe an – darunter auch Fahrzeuge von Transco. Der Logistikdienstleister hat bereits zehn Elektro-Lkw im Einsatz – auch in Vor- und Nachläufen zum Kombinierten Verkehr (KV). 85 Prozent seiner grenzüberschreitenden Transporte wickelt Transco im KV ab, in Summe mehr als 22.000 Einheiten im Jahr.
Einblicke in aktuelle Herausforderungen gab vor der Fahrt zum Terminal Frank Werner, Leiter Logistikkonzepte beim Intermodalspezialisten Kombiverkehr. Er erläuterte, wie es Kombiverkehr gelungen ist, einen Großteil seiner Verkehre binnen eines halben Jahres vom Kommanditisten DB Cargo auf andere Traktionäre zu übertragen. Die vor dem Hintergrund eines Verfahrens der EU gegen die Bundesrepublik eingeleitete, bis dato einmalige Traktionsumstellung verlief erfolgreich. Die Herausforderungen auf der Schiene aber bleiben, wie alle Akteure unserer Sparte Schienengüterverkehr bestätigten. Qualität, Pünktlichkeit müssen steigen, DB InfraGo müsse die Transparenz und Kommunikation verbessern. Weiterhin forderten die Teilnehmer mehr Sensibilität beim Thema Preiserhöhungen. Eine niedrige Qualität vertrage keine höheren Preise, hieß es.
Bild: Hohe Resonanz: Die Mitglieder unserer Sparte Schienengüterverkehr zu Gast bei Transco in Gottmadingen an der Schweizer Grenze.
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Bild: Vollautomatische Prozesse im Autostore: Mithilfe des Roboter-Lagers wickelt Transco die komplette Logistik für Online-Shops aus der Textil- und Kosmetikbranche ab.
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