Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V.

Was zählt, ist der Mensch

Die Sicherung ihres Personalbedarfs sollte für Logistikunternehmen eines der Schlüsselthemen sein, empfiehlt unser langjähriges Vorstandsmitglied Gerold Hohwieler. Die 22 Jahre im VSL empfindet er als große Bereicherung

"Mir hat es immer Spaß gemacht und ich kann die Mitarbeit im VSL nur jedem empfehlen“ Gerold Hohwieler Foto: VSL/Andreas Dalferth

Bei allen notwendigen Schritten in Richtung Digitalisierung – ohne die Menschen geht es nicht. „Das Personalthema ist eines der Schlüsselthemen“, sagt Gerold Hohwieler, Chef des Beratungshauses und VSL-Fördermitglieds gh|LogConsult aus Freiburg. Wer dem Bereich Human Resources (HR), wie das Personalwesen heutzutage heißt, nicht die nötige Aufmerksamkeit schenkt, werde auch keine Digitalisierungs- und andere Zukunftsthemen im Unternehmen erfolgreich umsetzen können, warnt er.

Entscheidend in dem Zusammenhang sei eine vorausschauende Personalplanung. „Sie brauchen die richtigen Leute auf den richtigen Positionen, eine gute Altersmischung und die nötige Unternehmenskultur, in der auch Wertschätzung ihren festen Platz hat“, erläutert Hohwieler. Der 68-Jährige spricht aus Erfahrung: Seit zehn Jahren betreibt er seine Beratungsfirma, deren Fokus auf der Vermittlung von Führungskräften in der Logistik liegt. Es gelinge auch weiterhin, die geeigneten Kandidaten zu finden. „Aber es dauert heute deutlich länger“, sagt er. Spezialisten sind gefragt wie nie, der Fachkräftemangel spitzt sich weiter zu.

Personalberatung sowie Interims-Management sind seit seiner Selbstständigkeit Hohwielers Steckenpferde. Die Erfahrungen in der Logistik reichen noch viel länger zurück: Seit mehr als 40 Jahren ist er in der Branche. Mehr als die Hälfte davon hat er sich ehrenamtlich für den VSL engagiert. Nach 22-jähriger Mitarbeit im Vorstand verabschiedete VSL-Präsident Dr. Micha Lege den Vollblut-Logistiker bei der Mitgliederversammlung vorigen Juli in Esslingen. „Mir hat es immer Spaß gemacht und ich kann die Mitarbeit im VSL nur jedem empfehlen“, erklärt Hohwieler.

Der Unternehmensberater räumt ein, dass er anfangs eher kritisch war, was die Verbandsarbeit angeht. Der frühere Präsident und Ehrenpräsident Willi Quasten hatte Hohwieler Anfang der 2000er-Jahre auf eine Mitarbeit im VSL angesprochen. Zu der Zeit war Hohwieler Geschäftsführer von Rhenania Intermodal (später Wincanton) in der Schweiz und Quasten sein Vorgesetzter. Hohwieler willigte ein und präsentierte sich im Juli 2003 bei der Mitgliederversammlung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. „Meine Skepsis habe ich schnell abgelegt“, sagt Hohwieler und ergänzt: „Die 22 Jahre im VSL haben mich und meine Einstellung zur Verbandsarbeit verändert.“ Durch den VSL habe die Branche im Südwesten eine starke Stimme und gegenüber der Politik Gewicht.

Genauso wichtig ist für unser langjähriges Vorstandsmitglied der Umgang miteinander. „Man tritt im VSL füreinander ein und kann sich auf Augenhöhe ehrlich und vertrauensvoll austauschen“, sagt der Südbadener. Er selbst habe immer davon profitiert. Der VSL habe sich innerhalb dieser mehr als zwei Jahrzehnte rasant weiterentwickelt. Der VSL habe in den vergangenen Jahren die richtigen Entscheidungen getroffen, um dort zu stehen, wo er heute steht. Neben Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit biete er mit der Rechtsberatung und den Seminarangeboten handfeste Mehrwerte. Und auch die Geschäftsstelle sei immer einen Besuch wert.





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